Eine Supermarkt-Einkäuferin, die eine Kräutertee-Range der Handelsmarke nachbestellt, und ein Gründer, der auf einem Marktplatz seine erste Früchtetee-Linie startet, "kaufen beide Tee bei einem Hersteller" — und brauchen doch sehr unterschiedliche Antworten vom selben Lieferanten. Die folgenden Fragen sind so gruppiert, dass jeder Einkäufertyp vor dem ersten Gespräch mit einem Produzenten erkennt, welche für ihn am schwersten wiegen.
Zwei Einkäufer, zwei Prioritätenlisten
Ein Großhandelseinkäufer kauft fertigen oder halbfertigen Tee in Mengen — Kartons kuvertierter Teebeutel, lose Mischungen oder lose Kräuter —, um ihn an andere Unternehmen weiterzuverkaufen. Gleichmäßigkeit zwischen den Lieferungen, Stückkosten je Karton und eine stabile Spezifikation zählen mehr als das Verpackungsdesign. Ein Einzelhandels- oder Eigenmarken-Einkäufer, ob Kette, inhabergeführtes Geschäft oder E-Commerce-Händler, setzt den eigenen Namen auf die Schachtel; für ihn entscheiden Druckfreigaben, die Haltbarkeitsangabe und die Fähigkeit des Herstellers, in der nächsten Saison denselben Geschmack zu reproduzieren. Viele Produzenten bedienen beide Modelle, und es lohnt sich zu fragen, welches sie am häufigsten fahren, denn das prägt ihre Planung, ihre Bemusterung und ihre Angebote.
Kapazität — und was die Zahl tatsächlich voraussetzt
Fragen Sie nach Kapazität in Einheiten, mit denen Sie planen können, und danach, was hinter der Zahl steht. Eine Teebeutelmaschine mit einer bestimmten Stundenleistung — die Faden-und-Etikett-Maschine von TeraVella in Antalya läuft zum Beispiel mit rund 1.000 Beuteln pro Stunde — nennt Ihnen die mechanische Obergrenze, nicht aber, wie viele Schichten laufen, wie viele Kunden sich die Linie teilen oder wie lange ein Wechsel zwischen Mischungen dauert. Nützliche Nachfragen:
- Gilt die angegebene Leistung je Maschine oder je Standort?
- Wie wird die Linienzeit zwischen den eigenen Produkten des Herstellers und Lohnaufträgen aufgeteilt?
- Was passiert mit meinem Slot, wenn ein Rohstoff verspätet eintrifft?
Ein Großhändler will eine dauerhafte Monatsleistung; ein Eigenmarken-Kunde mit Launch-Termin will wissen, wann ein Slot buchbar ist und wie verbindlich er ist.
Beutelformate, Füllgewicht und Mischungsoptionen
Das Format entscheidet über das Verbrauchererlebnis und zugleich über die Maschine, die es herstellen kann. Zu den gängigen Optionen zählen der Faden-und-Etikett-Beutel, der zum Aromaschutz in einem Außenkuvert versiegelte Beutel, Pyramidenbeutel für großblättrige Mischungen sowie loser Tee im Standbodenbeutel oder in der Dose. Das Füllgewicht ist eine Spezifikation, keine Voreinstellung: Kräuter- und Früchtemischungen liegen oft in einem anderen Bereich als Schwarztee, fragen Sie also, welche Gewichte die Anlage zuverlässig hält. Die Linie von TeraVella etwa produziert Faden-und-Etikett-Beutel mit Papieretikett, kuvertiert jeden Beutel einzeln und lässt sich auf unterschiedliche Füllgewichte einstellen, zum Beispiel etwa 1,5 bis 3 g.
Bei den Mischungen decken drei Fragen die meisten Fälle ab: Können sie Ihr eigenes Rezept als reinen Lohnauftrag fahren, bieten sie Kräuter-, Früchte-, Schwarz- oder Grüntee an, den Sie branden können, und wie wird eine Kräutermischung — Salbei, Kamille, Linde, Minze, Thymian, Fenchel — beschafft und gereinigt, bevor sie in den Trichter gelangt?