Eine Private-Label-Teemarke scheitert selten daran, dass eine Phase schlecht ausgeführt wurde. Sie scheitert daran, dass ein Einkäufer Schritte überspringt – Verpackungsdesign bestellt, bevor die Rezeptur feststeht, oder einen Produktionslauf plant, bevor Muster freigegeben sind – und den Preis dafür später mit einer Nachbestellung zahlt. Zwischen dem ersten Anruf und der ersten Lieferung liegt eine feste Abfolge von Phasen, von denen jede die nächste freigibt. Kein Projekt durchläuft sie im selben Tempo, und TeraVella verspricht beim ersten Gespräch keine Tages- oder Wochenzahl; im Folgenden geht es um die Form dieser Abfolge und darum, was vor jeder Phase erfüllt sein muss, damit sie beginnen kann.
Phase eins: Das erste Gespräch und das Briefing
Das erste Gespräch dreht sich selten um Produktionsdetails. Es geht um die Richtung: Hat der Einkäufer bereits eine Rezeptur, oder wählt er aus einer bestehenden Kategorie wie einer Kräuter- oder Heilpflanzenmischung, einem Früchtetee, einem Schwarz- oder Grüntee – oder bringt er seine eigene individuelle Formel mit, die unverändert abgefüllt und verpackt werden soll? Daneben beginnt ein grobes Gespür für den Zielkanal – Einzelhandelskette, E-Commerce-Shop, Großhandel – und das geplante Beutelformat, alles Weitere zu prägen. Zu diesem Zeitpunkt wird noch nichts kalkuliert oder terminiert; das Gespräch dient dazu, eine vage Idee in ein Briefing zu verwandeln, das konkret genug ist, damit die nächste Phase beginnen kann.
Phase zwei: Ein Konzept in eine Rezeptur verwandeln
Kommt der Einkäufer ohne fertige Mischung, muss das Konzept zuerst zu einer schriftlichen Rezeptur werden, bevor irgendetwas anderes vorankommen kann. Dieser Prozess – Zutaten eingrenzen, Verhältnisse testen, eine Zielgrammatur festlegen – hat seine eigene Logik und sein eigenes Tempo, je nachdem, wie individuell die Mischung ist. Dieser Artikel wiederholt diese Details nicht; entscheidend ist hier, dass die Rezepturentwicklung früh im Zeitplan liegt, weil jede folgende Phase, von der Kalkulation bis zur Verpackung, auf einer eingefrorenen Spezifikation beruht und nicht auf einer noch in Bewegung befindlichen Geschmacksidee.
Phase drei: Die Einführung kalkulieren, bevor man sich festlegt
Sobald eine Rezeptur oder eine gewählte Basis sowie ein grobes Format vorliegen, wird ein realistisches Kostenbild möglich: Mischung, Abfüllung, Umhüllungs- und Kartonmaterialien, Verpackungsdesign und Druckprobe sowie der Produktionslauf selbst. Einkäufer, die nur die Kosten pro Beutel kalkulieren und den Rest als Nebensache behandeln, sind meist diejenigen, die später überrascht werden. Diese Phase muss beim ersten Durchgang nicht erschöpfend sein, sollte aber erfolgen, bevor ein Verpackungsdesign in Auftrag gegeben oder eine vollständige Produktionsmenge besprochen wird, da Mindestbestellmenge, Vorlaufzeit und Stückpreis stets bei der Angebotserstellung bestätigt werden und nicht aus einem Kategoriedurchschnitt angenommen werden.