Ein Teebeutel bietet einer Private-Label-Marke drei kleine Flächen zum Arbeiten: ein Papier-Etikett, ein Stück Faden und – sofern das Format eine vorsieht – eine Außenhülle. Keine davon ist groß, und keine verzeiht eine übereilte Entscheidung, denn dasselbe Design muss Druck, Verpackung, Versand und schließlich eine Tasse heißes Wasser überstehen. Das gilt unabhängig davon, ob Sie eine Einzelhandelskette sind, die ein Private-Label-Regaltee hinzufügt, ein E-Commerce-Verkäufer, der eine erste gebrandete Charge aufbaut, oder ein Großhändler, der einen Lauf für den Laden eines anderen briefen. Bevor ein Angebot rausgeht, hilft es zu wissen, was auf jeder Fläche normalerweise verhandelbar ist und welche Frage diese Antwort tatsächlich von einem Hersteller freischaltet.
Drei Flächen, drei unterschiedliche Einschränkungen
Das Etikett ist das kleinste und am stärksten exponierte: Es sitzt außerhalb der Tasse, wird an den Rändern nass und wird meist auf einer oder beiden Seiten einer einzelnen kleinen Karte bedruckt. Der Faden ist zuerst funktional, dann dekorativ, und seine Individualisierung betrifft fast immer die Farbe statt die Form. Die Hülle, in die der Beutel einzeln eingepackt wird, ist die größte bedruckbare Fläche, die ein Teebeutel bietet, und diejenige, die Käufer bei der ersten Planung eines Private-Label-Laufs am häufigsten unterschätzen. Diese drei als getrennte Briefings zu behandeln, statt als eine allgemeine „Branding"-Anfrage, ist es, was ein Angebot präzise hält.
Etikettdruck: Farbe, Logoplatzierung und Text
Ein Etikett trägt typischerweise auf der Vorderseite das Markenzeichen und auf der Rückseite funktionale Informationen – Sortenname, manchmal ein Aufgusshinweis. Die Logoplatzierung wird durch die Falz und das Stanzloch, an dem der Faden befestigt ist, eingeschränkt, sodass ein für eine Visitenkarte oder ein Glasetikett entworfenes Zeichen oft eine Neuskalierung statt einer direkten Übertragung benötigt. Fragen Sie Ihren Hersteller vor der Fertigstellung des Artworks nach den tatsächlichen Etikettmaßen und der bedruckbaren Fläche, und verlangen Sie einen Proof in Originalgröße; ein Logo, das auf dem Bildschirm ausgewogen wirkt, kann ein wenige Zentimeter großes Etikett überladen. Es lohnt sich auch zu fragen, wie der Etikettdruck mit Füllgewicht und Packformat zusammenwirkt – eine Range, die eine leichte Kräutermischung und einen dichteren Fruchttee umfasst, kann durchaus ein Etikettdesign teilen, selbst wenn die Grammatur pro Beutel zwischen den Sorten variiert.
Fadenfarbe als kostengünstiger Markenhinweis
Die Fadenfarbe ist eine der günstigsten Möglichkeiten, eine Private-Label-Range wiedererkennbar zu machen, ohne einen vollständigen Druckauftrag – und wird oft genutzt, um Sorten innerhalb einer Produktlinie zu unterscheiden, etwa eine Farbe für eine Kräutermischung, eine andere für einen Fruchttee. Ob diese Farbe von einer Standardspule oder einer eigens eingefärbten stammt, lohnt sich früh zu klären, da individuelle Farben eine Mindestbestellmenge oder eine längere Lieferzeit als eine Lagerfarbe mit sich bringen können.