Die VAE nehmen unter den türkischen Lebensmittelexportmärkten eine besondere Position ein: eine schnell wachsende Verbraucherbasis, ein Re-Export-Hub, der den weiteren Golf erreicht, und — seit September 2023 — ein umfassendes Handelsabkommen, das bereits die Zölle auf den Großteil des Handels zwischen beiden Ländern beseitigt hat.
Was das CEPA tatsächlich verändert hat
Das Comprehensive Economic Partnership Agreement zwischen den VAE und der Türkei hat die Zölle auf rund 82-83 % der Zolltariflinien abgeschafft. Für einen Lebensmittelexporteur bedeutet dies, dass ein großer Teil der Produkte, die zuvor eine Zollkostenbelastung trugen, nun zu reduziertem oder null Zoll bewegt werden können — was die Rechnung in Kategorien verändert, in denen Preiswettbewerbsfähigkeit bisher den türkischen Marktanteil begrenzt hat. Ein Käufer sollte die konkrete Zollbehandlung für ein einzelnes Produkt weiterhin bestätigen, da die Abdeckung nicht universell ist, doch die Standardannahme hat sich für die meisten Kategorien spürbar verschoben.
Wo sich die Nachfrage konzentriert
Süßwaren gehören inzwischen zu den am schnellsten wachsenden Kategorien türkischer Lebensmittelimporte in die weitere Golfregion, und die VAE sind speziell ein führendes Ziel für türkische Trockenfrüchte. Die dramatischste jüngste Bewegung war jedoch bei Pistazien zu beobachten: Die mit dem "Dubai-Schokolade"-Trend verbundene Nachfrage trieb pistazienbezogene VAE-Importe innerhalb eines einzelnen jüngeren Zeitraums auf zehntausende Tonnen und deutlich über hundert Millionen Dollar. Ein solcher trendgetriebener Schub ist echte Nachfrage, aber auch die Art von Nachfrage, die sich schnell verändern kann — Käufer und Lieferant sollten sich auf flexible Mengenkonditionen einigen, statt sich auf lange, feste Verpflichtungen auf Basis der Kurve einer einzelnen Saison festzulegen.